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Donnerstag, 16. Mai 2013

Swords & Wizardry Sale


Frog God Games führt aktuell auf DriveThruRPG einen Swords & Wizardry Sale durch. Noch vier Tage lang sind alle Bücher aus Frog God Games' Swords & Wizardry-Produktreihe reduziert.

An dieser Stelle sei auch nochmals an die aktuelle OSR Promotion auf DriveThruRPG erinnert. Diese Woche gibt es dort 15% Rabatt auf die Preise der zehn meistverkauften OSR-Produkte, wenn man den Rabattcode eingibt, den ich in dem unten verlinkten Blogpost veröffentlicht habe.

Links:

Adventures Dark and Deep Bestiary auf Kickstarter

Ein 450 seitiges Ols School-Monsterhandbuch mit über 900 Kreaturen. Das PDF koster $ 10, der Softcover-Band $ 30 und das Hardcover $ 45.


Montag, 13. Mai 2013

OSR Promotion bei DriveThruRPG


Vom 13.05.2013  bis zum 19.05.2013 gibt es bei DriveThruRPG eine Aktion namens OSR Promotion. Dabei gibt es auf die zehn meistverkauftesten OSR-Regelwerke einen Rabatt von 15%, wenn man im Bestellprozess den Rabattcode OSRF711F2 eingibt. Reduziert sind unter anderem das D&D Basic Set Rulebook aus der Red Box, das Hackmaster Player's Handbook, das Castles & Crusades Player's Handbook, das Dungeon Crawl Classics RPG sowie der Basic Roleplaying Band Basic Fantasy. Die Aktionsseite ist unten verlinkt. Einfach die gewünschten Artikel in den Einkaufswagen legen und beim Bestellvorgang den Couponcode eingeben.



Links:
Aktionsseite bei DriveThruRPG

Sonntag, 5. Mai 2013

[Rezi] Weird New World


Weird New World ist ein 28seitiges Sandbox-Abenteuer für das Lamentations of the Flame Princess Weird Fantasy Roleplaying Game. Das Heft beinhaltet die Beschreibung eines arktischen Gebietes, welches in jedes beliebige Setting integriert werden kann. Das Abenteuer kann auch mit dem klassischen D&D oder entsprechenden Retro-Klonen wie Labyrinth Lord gespielt werden.


Kern des Bandes sind insgesamt 40 Encounter Areas. Dabei handelt es sich um kurze Beschreibungen von interessanten Örtlichkeiten, welche vom Spielleiter als Aufhänger für ein Abenteuer gewählt werden können. Dabei hat Raggi die Beschreibung bewusst oberflächlich gehalten, der Spielleiter muss nicht eine bereits dargestellte Abenteueridee ausarbeiten, sondern sich zu der Beschreibung der Örtlichkeit ein Abenteuer ausdenken. Die einzelnen Encounter Areas sind sehr stimmungsvoll beschrieben und regen geradezu an, eine Hintergrundgeschichte zu den Örtlichkeiten auszudenken. Als Beispiel sei hier Area 19 (The Frozen Graveyard) wiedergegeben:
Here is a small graveyard with just about a dozen graves, the headstones poking out of any snow that may accumulate during the year. If the snow is cleaned away, characters will discover that the graves are not filled with earth, but rather with crystal clear ice. The interred are perfectly preserved (and are wearing “civilized” clothing, not Eskuit garb), and all have terrified looks on their faces. The ice near their hands is chipped and bloodstained, as each man tried to claw his way out before expiring.
Zwei der 40 Orte sind als fertig spielbare Abenteuer ausgestaltet (ein Schiffswrack und eine Piratenschatzhöhle). In diesem Kapitel zeigt sich, dass Raggi sowohl mit Rollenspielklischees spielen kann, als auch gute Einfälle spannend und fesseln niederschreiben kann.

Neben den Encounter Areas enthält das Heft die obligatorischen Tabellen für Zufallsbegegnungen. Die insgesamt 31 verschiedenen Zufallsbegegnungen werden mehr oder weniger detailliert beschrieben. Neben den möglichen Begegnungen ist natürlich gerade in einem arktischen Setting der Einfluss des Wetters auf die Spielercharaktere immens. Daher ist dem Wetter ein eigenes Kapitel gewidmet. Für die einzelnen Gebiete existieren unterschiedliche Wettertabellen, auf denen der Spielleiter das aktuelle Wetter auswürfelt. Dieses Wetter kann Auswirkungen auf z.B. die Reisegeschwindigkeit der Charaktere haben oder kann den Charakteren, die sich ungeschützt im Freien aufhalten, auch Schaden zufügen.

Die letzten vier Seiten des Abenteuers werden von der den Spielern zugedachten Schwarz-Weiß-Karte der Weird New World belegt. Die benötigten Karten für den Spieler befinden sich in dem Pappumschlag des Heftes. Bei diesem handelt es sich um ein doppelt gefaltetes A3-Blatt. Komplett aufgefaltet ist innen eine A3 große Farbkarte der Weird New World für den Spielleiter enthalten. Die Karte ist mit einem Hex-Raster versehen und enthält die Standorte der Encounter Areas. Einfach gefaltet enthalten vordere und hintere Innenseite die Karten für die beiden ausgearbeiteten Abenteuer.

Die Weird New World hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck. Das Heft ist als Einsteigerabenteuer für sowohl neue Spieler als auch neue Spielleiter gedacht und liegt als solches auch der Lamentations of the Flame Princess Deluxe Edition bei. Gerade unerfahrene Spielleiter dürften sich aber ob der schieren Größe des Gebietes und der daran gemessen recht geringen Zahl der Encounter Areas überfordert fühlen. Angesichts einer Kartengröße von 4836 Hexfeldern sind 40 Encounter Areas und gerade einmal 31 unterschiedliche Zufallsbegegnungen einfach sehr knapp bemessen. Ein unerfahrener Spielleiter wird sich mit der eigenen Ausfüllung der Freiräume wohl eher schwer tun. Für erfahrene Spielleiter dagegen öffnet sich mit der Weird New World ein herrlicher verschneiter Sandkasten, aus dem sich zahlreiche spannende Stunden Rollenspiel erarbeiten lassen.

James Edward Raggi IV 
Weird New World 
ISBN: 978-952-5904-16-1

Torchbearer auf Kickstarter


Samstag, 4. Mai 2013

[Rezi] Tower of the Stargazer



Tower of the Stargazer ist ein kurzes Dungeonabenteuer für Rollenspielanfänger, welches einzeln erhältlich ist, aber auch der Lamentations of the Flame Princess Deluxe Edition beiliegt. Das Abenteuer kann auch mit dem klassischen D&D oder entsprechenden Retro-Klonen wie Labyrinth Lord gespielt werden.

Das sechzehnseitige Heft liegt lose in einem Pappeinband, auf dessen Innenseite sich Karten der Räumlichkeiten des namensgebenden Turms befinden.

Die Spielercharaktere erhalten in dem Abenteuer die Gelegenheit, einen alten Turm inmitten der Wildnis zu erforschen. Der Turm besteht aus fünf oberirdischen sowie zwei unterirdischen Stockwerken. Insbesondere diese zwei Dungeon-Level zeigen deutlich, dass der seit rund 60 Jahren verschollen geglaubte Erbauer des Turms, ein Magier, grausame Experimente an Menschen vorgenommen hat. Leider können die Charaktere diese beiden Level nur über einen Aufzug erreichen, der erst im dritten Stock des Turmes betreten werden kann. Im Raum vor dem Aufzug finden die Charaktere allerdings den Magier, der seit fast sechzig Jahren in einem magischen Schutzkreis gefangen ist und freudestrahlend und dankbar die Charaktere begrüßt, die ihn aus seinem magischen Gefängnis befreien sollen. Diese Begegnung ist ein absolutes Highlight dieses Abenteuers. Hier besteht die Gelegenheit zu ausführlichem Rollenspiel, wenn der eigentlich absolut bösartige Magier die Charaktere dazu bringen möchte, ihn zu befreien und dann – versehen mit einer ansehnlichen Belohnung – den Turm sofort zu verlassen. Kommen die Charaktere nicht unverzüglich jedem seiner Wünsche nach, zeigt er sein wahres Gesicht. Hier kann man nur hoffen, dass die Gruppe den magischen Schutzkreis noch nicht zerstört hat.


Auch sonst hat das Abenteuer vieles zu bieten, die Räume sind gespickt mit interessanten Begegnungen (z.B. einem Geist, der mit einem der Charaktere um den Durchgang zum nächsten Raum eine Partie Schach spielt, der Einsatz des Charakters ist seine Seele) und einer ganzen Reihe von Fallen, die die Charaktere vom Schatz des Magiers fernhalten soll. Insbesondere die Bedienelemente des Teleskops im obersten Stockwerk des Turmes, durch welche die Zellentüren im Dungeon geöffnet werden können, sowie die Sicherung der Schatzkammer durch mehrere Energiefelder, welche durch einige Hebel manipuliert werden können, laden zum Knobeln ein.

Raggi hat das Abenteuer durchgehend mit grau hinterlegten Hinweistexten versehen, die dem unerfahrenen Spielleiter mit Ratschlägen und Erklärungen zur Seite stehen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Gruppe unerfahrener Spieler dieses Abenteuer überlebt, ist allerdings sehr gering. Schon für erfahrene Spieler ist der Tower of the Stargazer hartes Terrain. Schon vor dem Betreten des Turmes wird bei den meisten Gruppen wohl der erste save ot die Wurf fällig sein. Und es wird nicht bei diesem einen Wurf bleiben.

Tower of the Stargazer ist ein sehr kleines und geradliniges Dungeonabenteuer, welches immer wieder zu überraschen weiß. Raggi zeigt hier auf wenig Platz viele Bestandteile des Fantasy-Rollenspiels und gibt so neuen Spielern einen guten ersten Eindruck von den Möglichkeiten eines solchen Spiels. Die geringe Überlebenswahrscheinlichkeit der Charaktere kann neue Spieler allerdings frustrieren, hilft aber durchaus, während des Abenteuers die Regeln der Charaktererschaffung zu verinnerlichen.

James Edward Raggi IV
Tower of the Stargazer
ISBN: 978-952-5904-14-7

Freitag, 3. Mai 2013

[Rezi] Lamentations of the Flame Princess Deluxe Edition


Die Grindhouse Edition von Lamentations of the Flame Princess ist schon seit geraumer Zeit im Handel. Die zuvor als erste Ausgabe von Lamentations of the Flame Princess erschienene Deluxe Edition ist bereits ein gefragtes Sammler-Stück. Für diejenigen, die erst in der Grindhouse-Ära zu LotFP gestossen sind, hier noch einmal meine alte Lecker ThAC0! Rezension zur Deluxe Edition. 
 

Box und Zubehör

Der erste Eindruck der Box ist sehr positiv. Das A5-Format ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber die professionelle Aufmachung lenkt sofort von diesem Umstand ab. Die Gestaltung und insbesondere das Coverbild wirken so gar nicht old school, womit sich LotFP schon einmal wohltuend von seinen Konkurrenzprodukten abhebt.

Nach dem Öffnen folgt sogleich die nächste Überraschung: Die Box ist randvoll. Während andere Verlage Boxen herausbringen, bei denen das Spielmaterial vielleicht 20% des Platzes benötigt, geht Raggi hier in die Vollen. Arbeiten wir uns also zum Boden der Box durch:

Zunächst stoßen wir auf ein Würfelset und einen Bleistift. Hier ist also wirklich alles enthalten, um schnell losspielen zu können. Das Würfelset (ein rollenspielübliches siebenteiliges, nicht die sechsteilige WotC-Sparausgabe) besticht insbesondere durch seine untypischen Ausmaße: Die Würfel sind geradezu winzig. Die Teile sind einfach nur schick und ob ihrer geringen Größe lustig. Aber gute Augen oder ein Vergrößerungsglas sind bei LotFP durchaus von Nutzen.

Es folgt ein Blatt mit einem Warnhinweis („Police officers, psychatrists, religious figures, teachers, and concerned parents have claimed that role-playing games are harmful to the mind and are cause of aberrant behaviour, occult involvement, mental illness, and even suicide.“) und einem Willkommensgruß nebst Hinweis, dass Rollenspielneulinge mit dem “Tutorial”, erfahrene Spieler mit den “Rules” beginnen sollten.

Der erste Eindruck der Box ist sehr positiv. Das A5-Format ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber die professionelle Aufmachung lenkt sofort von diesem Umstand ab. Die Gestaltung und insbesondere das Coverbild wirken so gar nicht old school, womit sich LotFP schon einmal wohltuend von seinen Konkurrenzprodukten abhebt.

Nach dem Öffnen folgt sogleich die nächste Überraschung: Die Box ist randvoll. Während andere Verlage Boxen herausbringen, bei denen das Spielmaterial vielleicht 20% des Platzes benötigt, geht Raggi hier in die Vollen. Arbeiten wir uns also zum Boden der Box durch:

Zunächst stoßen wir auf ein Würfelset und einen Bleistift. Hier ist also wirklich alles enthalten, um schnell losspielen zu können. Das Würfelset (ein rollenspielübliches siebenteiliges, nicht die sechsteilige WotC-Sparausgabe) besticht insbesondere durch seine untypischen Ausmaße: Die Würfel sind geradezu winzig. Die Teile sind einfach nur schick und ob ihrer geringen Größe lustig. Aber gute Augen oder ein Vergrößerungsglas sind bei LotFP durchaus von Nutzen.

Es folgt ein Blatt mit einem Warnhinweis („Police officers, psychatrists, religious figures, teachers, and concerned parents have claimed that role-playing games are harmful to the mind and are cause of aberrant behaviour, occult involvement, mental illness, and even suicide.“) und einem Willkommensgruß nebst Hinweis, dass Rollenspielneulinge mit dem “Tutorial”, erfahrene Spieler mit den “Rules” beginnen sollten.


Tutorial

Das erste Heft („Tutorial“) umfasst 52 Seiten und richtet sich an absolute Rollenspiel-Neulinge. Es handelt sich nicht nur um die ausführlichste mir bekannte Einführung in das Thema, sondern auch um die lesenswerteste. Der Leser wird zunächst in einer Art soloabenteuerähnlicher Geschichte in die einfachsten Grundstrukturen des Regelwerkes eingeführt. Im Rahmen der Erzählung werden Regelbegriffe wie Ability Scores, To-hit-roll, hit points und Saving Throw eingeführt. Ganz nebenbei wird während des Lesens der Charakterbogen ausgefüllt. In den Kämpfen stehen die Ergebnisse der gegnerischenTo-hit-rolls zunächst fest, lediglich die eigenen Ergebnisse müssen erwürfelt werden. Mit jedem Kampf werden einige zusätzliche Regelelemente eingeführt. Am Ende wird aus der Geschichte doch noch ein Soloabenteuer, wenn das Ergebnis des finalen Saving Throws zu unterschiedlichen Schlusskapiteln führt. Dieses erste Abenteuer umfasst immerhin neun engbedruckte Seiten. Raggi weißt in grau hinterlegten Einschüben immer wieder darauf hin, um wieviel größer die Handlungsmöglichkeiten im „echten Rollenspiel“ sind.

Das zweite Abenteuer knüpft inhaltlich an das vorhergehende Abenteuer an und ist als Soloabenteuer im herkömmlichen Sinne abgefasst. Auf siebzehn Seiten sind insgesamt 149 Abschnitte untergebracht. Es handelt sich um einen kleinen, aber feinen Dungeon, bei dem viele Wahlmöglichkeiten bestehen. Für ein Soloabenteuer rekordverdächtig ist Abschnitt 41, bei dem der Spieler zwischen insgesamt achtzehn Handlungen wählen kann. Sehr schön ist, dass beim Betreten neuer Räume jeweils eine Karte des Raums abgebildet ist. Der Spieler ist aufgefordert, während des Abenteuers eine Karte des gesamten Dungeons mitzuzeichnen. Raggi bringt durch die Verwendung von Turn Countern und Plot Points eine zeitliche Dimension ins Spiel. Durch das Mitzählen der Turn Counter steigt die Spannung des Abenteuers, da man gegen die unerbittlich verrinnende Zeit spielt. Die Plot Points sorgen dafür, dass eigene Handlungen beim späteren Betreten eigentlich schon bekannter Räume zu neuen Handlungsmöglichkeiten führen. Auch in diesem Abenteuer finden sich Einschübe mit Raggi’s Hinweisen zu Unterschieden zwischen dem Soloabenteuer und einem richtigen Rollenspiel mit einem Spielleiter. Insgesamt ein sehr kurzweiliges und unterhaltsames Abenteuer.

Auf den folgenden Seiten finden sich einige allgemeine Hinweise für neue Spieler und Spielleiter zu Themen wie dem Zeichnen von Dungeon- und Überlandkarten während des Spiels, Gewinnen und Verlieren im Rollenspiel und der Bedeutung der Regeln und dem Spielen mit Hausregeln.

Bei dem letzten großen Abschnitt (fünfzehn Seiten) handelt es sich um das Beispiel einer Rollenspielrunde. Der Leser begleitet Spielleiter James (Edward Raggi IV) und seine aus Anne, Enrico, Saara, Paul und dem nicht anwesenden Chris bestehende Spielrunde bei ihrem Abenteuer und wird Zeuge eines Total Party Kills. Den Abdruck einer Beispielspielrunde bieten die Einführungskapitel der meisten Rollenspiele, Raggi unterscheidet sich hier aber erstens durch die Ausführlichkeit sowie durch einen hohen Unterhaltungsfaktor beim Lesen. Die Diskussionen zwischen James und Enrico wecken durchaus Assoziationen an „The Gamers“.


Rules

Das nächste Heft umfasst 48 Seiten und ist „Rules“ betitelt. Da die Einführung ins Rollenspiel komplett in das Heft „Tutorial“ ausgelagert ist, geht es auch ohne jede Vorrede sofort in die Charaktererschaffung. Old-School-typisch gibt es keine Trennung von Charakterrassen und Charakterklassen. Zur Auswahl stehen Cleric, Fighter, Magic-User, Specialist, Dwarf, Elf und Halfing. Bis auf den Specialist sind die Charakterklassen selbsterklärend. Der Specialist entspricht in etwa dem Thief anderer Retro-Klone. Regeltechnisch ist der markante Unterschied, dass der Specialist keine eigenen speziellen Fähigkeiten hat, sondern bei der Charaktererschaffung mit einem festgelegten Punktekontingent die allgemeinen, allen Klassen zugänglichen Fähigkeiten, besonders stark verbessern kann. Im Gegensatz zu anderen Systemen im Bereich der OSR ist der Magic-User bei Wahl von Rüstung und Waffen nicht eingeschränkt. Ein Magier mit Plattenrüstung und Zweihänder ist bei LotFP durchaus denkbar.

Betrachtet man die Illustrationen der Klassen, wird einem sofort klar, warum es sich bei LotFP um ein „Weird Fantasy Roleplaying Game“ handelt. Es dominieren völlig fertige, kaputte Gestalten. Der Fighter ginge durchaus als Zombie durch und der Magic-User gibt einen schönen Endgegner der Marke Kultist ab. Bei den Alignments fällt auf, dass es kein good und evil gibt, es stehen lediglich lawful, neutral und chaotic zur Auswahl, wobei magiebegabte Charakter gar keine Wahl haben, Magic-User und Elf sind automatisch chaotic. Insgesamt ist die Charaktererschaffung kurz und knackig auf neunzehn Seiten (inklusive Waffen-, Rüstungs- und Ausrüstungstabellen) dargestellt.

Auf die Charaktererschaffung folgen acht Seiten, in denen Regeln zu verschiedenen Aspekten wie Erfahrungspunkte, Krankheiten, Heilung, Fallen etc. aufgeführt sind. Die Themen sind alphabetisch sortiert (von Climbing bis Traps). Besonders hervorzuheben sind die Traglastregeln. Unter Movement and Encumbrance hat Raggi ein wirklich unaufwendig spielbares Traglastkonzept geschaffen. Auf dem Charakterbogen sind 31 Zeilen für Equipment vorgesehen. Bei sechs ausgefüllten Zeilen erhält der Charakter einen Encumbrance Point, bei elf einen zweiten, bei sechzehn einen dritten sowie bei 21 einen vierten. Weiterhin gibt es Encumbrance Points je nach getragener Rüstung. Die Anzahl der Encumbrance Points beeinflusst die Bewegungsrate des Charakters. Ein sehr übersichtliches System, da nicht wie bei vielen anderen Retro-Klonen die Gewichte der Ausrüstungsgegenstände zusammengesucht und aufaddiert werden müssen.

In den folgenden Kapiteln des Heftes werden Sonderregeln für maritime Abenteuer, den Einsatz von Personal und Gefolgsleuten, sowie Landbesitz und Investment präsentiert. Dabei bleibt Lamentations of the Flame Princess ein Rollenspiel und wird nicht zur Wirtschaftssimulation. Die Regelteile greifen gut inneinander, und bieten auf höheren Stufen durchaus interessante Möglichkeiten, die angehäuften Schätze auszugeben.

Im letzten Kapitel sind kurz und knapp auf fünf Seiten die Regeln für bewaffneten und unbewaffneten Kampf dargestellt. Die letzen Seiten des Heftes enthalten an Stelle eines Stichwortverzeichnisses einen Charakterbogen, in dem zu dem jeweiligen Feld die Seitenzahl im Heft angegeben ist. Eine sehr schöne Idee.


Magic

Die magiebezogenen Regelteile befinden sich nicht im Rules-Booklet, sondern sind in ein eigenes Heft mit 52 Seiten Umfang ausgelagert. Dort finden sich zunächst auf drei (Magic-User) bzw. zwei (Cleric) Seiten die Regeln für den Magieeinsatz. Es folgen dann jeweils eine Seite mit den nach Leveln sortierten Spruchlisten. Elfen nutzen die Spruchlisten des Magic-Users.Den Rest des Heftes machen die Beschreibungen der 68 Cleric Spells und der 156 Magic-User Spells aus. Auffällig ist, dass einige altbekannte Klassiker fehlen, z.B. Raise Dead.


Referee

Das Booklet „Referee“ (48 Seiten) ist die LotFP-Version des Dungeon Master’s Guide. An den Begriff Referee mag ich mich nicht ganz gewöhnen, aber dieses Heft sollte Pflichtlektüre für jeden Spielleiter sein. Auch für jemanden, der nicht old school spielt, der nicht Lamentations of the Flame Princess spielen möchte, lohnt sich die Anschaffung alleine für dieses Heft. Raggi handelt hier eine ganze Reihe verschiedener Themen ab. Erfahrenen old-school-Spieler sei zum Einstieg in LotFP der Abschnitt „Compatibility Issues“ im Kapitel „What else is out there? “ empfohlen. Hier werden die wesentlichen Regelunterschiede zwischen LotFP und den näher am Original konstruierten Retro-Klonen dargestellt. Weitere Kapitel befassen sich mit Horrorelementen im Fantasy-Rollenspiel, den Umgang mit den Regeln durch den Spielleiter, die Gestaltung von Abenteuern und Kampagnen, die Verwendung und Erstellung von NPCs und Monstern sowie der Erschaffung magischer Gegenstände. Alles in allem Themen, die in anderen Spielleiterhandbüchern auch abgehandelt werden. Raggi schafft es aber sehr oft, interessante Blickwinkel zu eröffnen. Zur Illustration seien einfach zwei Zitate aus dem Booklet in den Raum gestellt:

“It is not the Referee’s job during a session to provide excitement for his playing group. His job is to administer the setting and resolve charater actions. If the characters are taking no action and are not interacting with the setting, then the Referee has literally nothing to do. The player’s are wasting his time.”

„However, fantasy gaming tends to overuse monsters, turning adventures into a safari.“

Aus letztgenanntem Satz resultiert auch das Fehlen einer Monstersammlung in der Box. Gerade das Kapitel zum Monstereinsatz ist hochinteressant.

Schließlich bespricht Raggi noch einige praktische Themen wie die Suche nach Mitspielern oder die Einführung neuer Spielercharaktere nach dem Tod eines höherstufigen Charakters. Sehr schön und aussagekräftig über den Umgang innerhalb der OSR-Szene ist der letzte Abschnitt des Heftes, in dem Raggi unter der Überschrift „Companies making Adventures and Supplements for Traditional RPGs“ kostenlose Werbung für die „Konkurrenz“ macht.

Charakterbögen und Kartenpapier

Als nächstes folgt in der Box ein Stapel loser Blätter. Es handelt sich um zehn Charakterbögen, A5 doppelseitig und sehr übersichtlich sowie zehn A5 Blätter, auf deren Vorderseite Rechenkästchen, auf der Rückseite ein Hexmuster gedruckt ist. Darauf können Dungeon- und Umgebungskarten gezeichnet werden.


Tower of the Stargazer

Hierbei handelt es sich um ein kurzes Dungeonabenteuer. Das 16seitige Heft liegt lose in einem Pappeinband, auf dessen Innenseite sich Karten der Räumlichkeiten des namensgebenden Turms befinden. Bei dem Abenteuer soll es sich um ein Einsteigerabenteuer für sowohl unerfahrenen Spielleiter als auch unerfahrene Spieler handeln. Trotzdem ist der Band auch für erfahrene Spieler eine sehr spannende Erfahrung. Das Konzept ist simpel gestrickt: Die Charaktere wollen einen seit langer Zeit leerstehenden Magierturm erforschen (sprich plündern). Der unerfahrene Spielleiter muss sich nicht mit einem Einstieg in die Geschichte, mit Auftraggebern etc. aufhalten, ein klassischer Dungeon Crawl. Raggi hat den Turm sehr unterhaltsam beschrieben und bietet nicht nur Gelegenheit zu stupiden Kämpfen, sondern auch zu interessantem Rollenspiel. Das ganze wird gewürzt durch den einen oder anderen Save-or-die, so dass zumindest mit einer unerfahrenen Gruppe ein Total Party Kill vorprogrammiert ist. Insgesamt ein unterhaltsames kurzes Abenteuer. Eine ausführlichere Rezension dieses auch eigenständig erhältlichen Abenteuers folgt in Kürze.


Weird New World

Bei diesem Heft (28 Seiten) ist schwer zu sagen, um was es sich handelt. Ein bloßes Abenteuer ist es nicht, ein Setting ist es allerdings auch nicht. Der Pappumschlag des Abenteuer ist doppelt gefaltet und enthält damit innen eine A3 große Farbkarte der Weird New World. Auf den Innenklappen befinden sich die Karten zu den zwei enthaltenen Abenteuern um ein Schiffswrack sowie eine Piratenschatzhöhle.

Raggi führt zunächst kurz in die Weird New World.ein. Es handelt sich um ein arktisches Gebiet, das in jedes beliebige Setting integriert werden kann. In der Box dient das Heft als Beispiel für ein Wilderness Adventure. Nach der Einführung folgen Wettertabellen zu den einzelnen auf der Karte dargestellten Klimazonen. Das jeweilige Wetter kann durchaus einen starken Einfluss auf die Spielwerte (Bewegung, Schaden etc.) haben. Darauf folgen Tabellen für Zufallsbegegnungen, wobei die insgesamt 31 verschiedenen Begegnungen dann mehr oder weniger detailliert dargestellt werden. Den Hauptteil des Heftes bilden die Encounter Areas. Dabei handelt es sich um insgesamt 40 Orte, die auf der Karte jeweils markiert sind. In 38 Fällen handelt es sich um Beschreibungen, die den Spielleiter anregen sollen, eigene Abenteuer darauf zu entwickeln. Zwei Orte sind als fertig spielbare Abenteuer ausgestaltet (Schiffswrack und Piratenschatzhöhle). In diesem Kapitel zeigt sich, dass Raggi sowohl mit Rollenspielklischees spielen kann als auch gute Einfälle spannend und fesseln niederschreiben kann. Den Abschluss des Heftes bildet die auf vier Seiten verteilte Wiedergabe der Karte für die Spieler (diesmal in schwarz-weiss). Auch zu diesem einzeln erhältlichen Heft wird in Kürze eine ausführlichere Rezension erscheinen.

Recommended Reading

In dem zwölfseitigen Heftchen „Recommended Reading“ werden einige Autoren mit ihren Werken vorgestellt, die dem Leser als Inspirationsquelle nahegelegt werden. Vorgestellt werden Clive Barker, Robert E. Howard, Fritz Leiber, HP Lovercraft, Edgar Allen Poe, Clark Ashton Smith, JRR Tolkien, Jack Vance, Jules Verne und HG Wells. Eine ganze Reihe weitere Autoren werden unter „Others“ aufgelistet.

Werbung und OGL

Am Boden der Box finden sich noch einige A5-Blätter, die Werbung bzw. den Text der OGL enthalten.

Fazit

Die Lamentations of the Flame Princess Deluxe Edition ist durchaus ihr Geld wert. Für 50 Euro erhält man ca. 300 engbedruckte Seiten mit hervorragendem Material. Beim Regelsystem handelt es sich um eine behutsame Weiterentwicklung des klassischen D&D, wobei Raggi durchaus interessante und sinnvolle Änderungen vornimmt. Die Abenteuer sind mit einem klaren Anfängerfokus geschrieben und stellen den größten Schwachpunkt der Box dar. Aber selbst als schwächstes Glied in der Kette könnten sie durchaus dem Vergleich mit in deutlich größeren Verlagen erscheinenden Abenteuern standhalten.

Raggi propagiert mit Lamentations of the Flame Princess einen Rollenspielstil, wie er heute leider nur noch selten anzutreffen ist. Genau dies macht auch den Unterschied zu anderen Klonen der derzeitigen OSR-Welle aus. LotFP ist weit weg von stupidem „Geh rein in den Dungeon, töte die Monster, hole die Schätze!“. Hier gibt es keine „Standard-Monster“. Jedes Monster ist eine besondere Begegnung und stellt eine immense Herausforderung dar. Und Begegnungen mit Monstern stellen hier eher die Ausnahme denn die Regel dar. Raggi schafft spannende Räume, ohne das ein Kampf darin stattfinden muss.

Hervorragend ist die Aufteilung auf mehrere Hefte. Das Einführungsheft kann man zusammen mit einem Charakterbogen Rollenspielneulingen einige Tage vor der ersten Spielrunde zur häuslichen Vorbereitung in die Hand drücken. Spieler und Spielleiter müssen sich beim Nachschlagen der Regeln nicht durch ein Buch kämpfen, welches nur zum Bruchteil Regeln enthält. Die Auslagerung der Magie in ein eigenes Heft entlastet insbesondere die Spieler nicht magiebegabter Charaktere. Und das Spielleiterheft sollte Pflichtlektüre für jeden Spielleiter - gleich welcher D&D-Edition - sein.

Insgesamt hat Raggi eine Box geschaffen, die wirklich alles enthält, um nicht nur sofort losspielen zu können, sondern auch lange mit dem vorhandenen Material spielen zu können. Vermutlich wird als erste zum Weiterspielen notwendige Zusatzanschaffung irgendwann der Bleistift ersetzt werden müssen.

James Edward Raggi IV,
Lamentations of the Flame Princess Deluxe Edition,
ISBN: 978-952-5904-00-0

Donnerstag, 18. April 2013

Kostenlose DCC-Abenteuer von Goodman Games


Goodman Games Facebook-Seite für Dungeon Crawl Classics hat 1500 Likes erhalten und zur Feier dieses Ereignisses und als Dank an die Fans spendiert Goodman Games zwei Abenteuer für Dungeon Crawl Classics als kostenlose PDFs. Es handelt sich um die Abenteuer DCC #66.5 Doom of the Savage Kings und das zum Free RPG Day 2012 erschienene Heft mit den Abenteuern The Jeweler That Dealt in Stardust und The Undulating Corruption.


Links:

Mittwoch, 17. April 2013

Rabatte zum Swords & Wizardry Appreciation Day


Zum heutigen Swords & Wizardry Appreciation Day gibt es sowohl bei Frog God Games als auch bei D20PFSRD einige Swords & Wizardry-Angebote. 

Bei Frog God Games gibt es heute mit dem Couponcode SWApprDay einen Nachlass von 25% auf Swords & Wizardry-Artikel.

Bei D20PFSRD gibt es unter dem unten aufgeführten Link ebenfalls Swords & Wizardry Sonderangebote. Hier lautet der Code SWAD252013.

Links:
Frog God Games
D20PFSRD
Blogroll aller am Swords & Wizardry Appreciation Day beteiligten Blogs

[Rezi] The Northlands Saga 1: Vengeance of the Long Serpent


"Vengeance of the Long Serpent" ist das Auftaktabenteuer zu Frog God Games Reihe  "The Northlands Saga" und trägt die Kennung NS1. Wie viele andere Abenteuer aus dem Hause Frog God Games ist auch "Vengeance of the Long Serpent" in zwei  Versionen erhältlich: Als Pathfinder-kompatibles sowie als Swords & Wizardry-Abenteuer. Vorlage für diese Besprechung ist die Fassung für den Old School Retro-Klon Swords & Wizardry.

Das Abenteuer ist schwarz-weiß gehalten, dass sehr schöne Cover zeigt ein Drachenschiff, welches gerade von einem riesigen Hai angegriffen wird. Auch die Innenillustrationen sind von sehr guter Qualität. Das Abenteuer ist 20 Seiten dünn (davon eine Seite Wiedergabe der OGL) und entspricht von der Größe her dem amerikanischen letter-Format.

"Vengeance of the Long Serpent" ist konzipiert für eine Gruppe von drei bis sechs Charakteren der Stufen fünf bis sieben. Wie der Reihentitel vermuten lässt, führt dieses Abenteuer die Charaktere in den hohen Norden.


Die Charaktere befinden sich im Königreich Hordaland, genauer gesagt in dem Hafenstädtchen Halfstead. Dort genießen sie die Früchte des letzten Abenteuers in einer der Hafentavernen, als die Nachricht von der Rückkehr der "Long Serpent"  eines einheimischen Schiffes, die Runde macht. Im Frühjahr war die "Long Serpent" mit ihrer einheimischen Crew unter ihrem Eigentümer Jarl Olaf Henrikson aufgebrochen, um hoch im Norden auf Robbenjagd zu gehen. Doch die Charaktere wohnen trotz reicher Beute der "Long Serpent" keiner glücklichen Heimkehr bei: Zahlreiche Besatzungsmitglieder kehren nicht lebend nach Halfstead zurück.

Hallbjorn, einer der überlebenden Seeleute, berichtet den Charakteren, dass die "Long Serpent" weiter im Norden als üblich anlandete, und Henrikson dort ein Lager errichtete. Dieses Lager wurde nächtens überfallen. Unter schweren Verlusten an Menschenleben konnten die Angreifer in die Flucht geschlagen werden. Die "Long Serpent" setzte daraufhin wieder Kurs gen Nord und stieß dort auf das Dorf der nächtlichen Angreifer. Auch hier wurde seitens der Besatzung der "Long Serpent" blutige Rache geübt. Zudem wurde in dem Dorf unglaublich viel Beute gemacht. Einer der Gefangenen berichtete von einem Dorf einige Tagesreisen im Landesinneren, wo die Gottheit der Einheimischen, ein Gott namens "Althunak" seine Heimstatt gewählt habe. Dort sollen noch größere Schätze aufbewahrt werden.

Hallbjorn stellt für die "Long Serpent" eine neue Besatzung zusammen, und möchte in den Norden zurückkehren, um den Tempel des "Althunak" und dort Rache und Reichtum zu finden. Und wer wird ihn wohl noch bei dieser Reise begleiten? Richtig! Die Charaktere.

Das Abenteuer ist von der Abreise an in drei grobe Abschnitte gegliedert. Zunächst gibt es die Seereise gen Norden. Hier gibt es neben Begegnungen aus der Zufallstabelle die Möglichkeit, sich bei der Waljagd zu beweisen sowie natürlich den für jede abenteuerliche Schiffsreise obligatorischen Sturm. Im nächsten Abschnitt erkundet die Crew der "Long Serpent" das Gebiet rund um den vormaligen Lagerplatz, an dem die damalige Crew überfallen wurde. Hier können verschiedene Dörfer besucht werden, in welchen bereits die Kultisten des Althunak die Kontrolle übernommen haben. Die Bevölkerung ist entweder zum Glauben an Althunak konvertiert, im Widerstand oder bereits als Sklaven zum Tempelbau ins Landesinnere verschleppt. Hier gibt es die Möglichkeit zu rollenspielerischen Begegnungen, Kämpfen und der einen oder anderen Seitenhandlung, um sich für das Finale ein wenig besser aufzustellen. Im letzten Abschnitt erreichen die Charaktere das Dorf im Landesinneren, wo der Zweite Tempel der Herren von Eis und Stein entsteht. Ziel ist es hier, den Tempel zu zerstören und den Hohepriester zu beseitigen. Dabei können die Charaktere hier frei agieren, eine Möglichkeit wäre z.B. das Herbeiführen eines Sklavenaufstandes. Erreichen die Charaktere das Ziel, so ist der Kult zunächst zurückgedrängt. wenn auch Althunak nicht endgültig besiegt ist (NS2  und NS3 benötigen ja noch einen Plot). In diesem Falle zeigt sich die Veränderung sofort in Gestalt eines warmen Windes aus südlicher Richtung.

Insgesamt ein sehr schönes, generisches Abenteuer, welches sich recht problemlos in ein jedes Setting einbauen lassen dürfte. Dafür, dass das Abenteuer nur 20 Seiten dünn ist, wird viel geboten. Nach der recht linear verlaufenden Schiffsreise können sich die Charaktere dann vor Ort regelrecht wie in einer Sandbox frei bewegen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die zwei folgenden Teile.

Kenneth Spencer
The Northlands Saga - Vengeance of the Long Serpent
Frog God Games 2011
Softcover, 32 Seiten keine ISBN 

Links:

Swords & Wizardry: Die Grundregelwerke


Swords & Wizardry-Neulinge sind häufig verwirrt, da es mehrere Fassungen des Grundregelwerkes gibt. Das System emuliert die originale Dungeons & Dragons-Ausgabe (OD&D), wobei sich die verschiedenen Fassungen des Grundregelwerkes in der unterschiedlichen Einbeziehung der Supplements unterscheiden.


Die Swords & Wizardry White Box emuliert die Regeln der D&D White Box unter Auslassung aller Supplements. Als Klassen werden nur Fighting Man, Cleric und Magic User behandelt. Mit Ausnahme der to hit-Würfe und der Saving Throws werden alle Würfe mit einem W6 abgehandelt. 

Die Swords & Wizardry Core Rules erweitern das Regelgerüst der White Box um ausgewählte Teile der fünf zur OD&D White Box erschienen Supplements. Bei den Charakterklassen ist der Thief hinzugekommen, außerdem verwenden die Core Rules variable Hit Dice und Weapon Damages.

Die Swords & Wizardry Complete Rules enthalten neben den White Box-Regeln die Regelerweiterungen aller Supplements. Als Charakterklassen gibt es neben Fighter, Ceric, Magic User und Thief auch noch Assassin, Druid, Monk, Paladin und Ranger. Und es gibt einiges mehr an Regeln. Insgesamt kommt man mit den Complete Rules schon recht nah an die AD&D 1st edition bzw. OSRIC heran.


Links:

Dienstag, 12. März 2013

Advanced Character Sheets erschienen



Gestern hatte ich zu meiner großen Freude einen stabilen Umschlag aus England in der Post. Ich habe ja schon so einige Kickstarter-Projekte gebackt, aber so schnell hat bislang niemand geliefert. Zwei sehr schöne jeweils 50 seitige Blöcke mit Advanced Character Sheets. Sehr guter Druck, hochwertiges Papier und eine solide Leimung, so geht Old School. Auf dem freien Markt werden die Blöcke wohl nicht erhältlich sein, da nur genau 100 Exemplare gedruckt wurden. Wer die Sheets bei Kickstarter veroasst hat, kann sich zumindest damit trösten, dass es die Bögen auch als Gratis-Download bei DriveThruRPG gibt. 



Links:

Dienstag, 5. März 2013

Zwei weitere Basic Fantasy-Abenteuer bei amazon



Nach dem Basic Fantasy Role-Playing Game Grundregelwerk (€ 4,50 für 160 Seiten) und den Abenteuerbänden "Morgansfort - The Western Lands Campaign" (72 Seiten, € 3,54) und "Fortress, Tomb and Tower - The Glain Campaign" (62 Seiten, € 3,54)  sind jetzt auch die Abenteuer "The Chaotic Caves" (44 Seiten, € 3,54) und "Monkey Isle" (54 Seiten, € 3,54) bei amazon erhältlich.

Fell monsters inhabit a network of caves on the borderland between savage wilderness and frontier civilization. Can the heroic adventurers root them out and save nearby towns and villages from attack? The Chaotic Caves is an adventure module for the Basic Fantasy Role-Playing Game. It includes a town setting, a small wilderness area with a number of keyed encounters, a set of underground lairs for various monstrous creatures, and an abandoned manor house. The Chaotic Caves is suitable for a group of first to third level characters, and a number of pregenerated characters are provided for those who wish to get underway quickly.

Rising out of the vast emptiness of the blue ocean is a lush green island filled with ancient beasts and scattered strange ruins waiting to be explored. Monkey Isle is an adventure module for the Basic Fantasy Role-Playing Game. It includes a map of the island, numerous adventure locations (both wilderness and dungeon), and an extensive section detailing new monsters for the game. Monkey Isle is suitable for a group of fourth to sixth level characters.
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Freitag, 22. Februar 2013

Basic Fantasy - Verarbeitungsqualität der amazon-Ausgabe


Mein Exemplar der € 4,50-Ausgabe des Basic Fantasy Role-Playing Game von amazon.de ist inzwischen eingetroffen. Die Verarbeitungsqualität ist nicht gerade überragend. Die Angabe im Buch zeigt, dass amazon hier als Hersteller auftritt ("Printed in Germany. Amazon Distribution"). Das Papier hat Copy-Shop Qualität und ist stark gewellt, so als wäre hier kopiert und nicht gedruckt worden. Die Druckqualität geht in Ordnung, allerdings müssen Abstriche bei der Qualität des Covers gemacht werden. Beim Auspacken hatte ich sofort den Eindruck, ein gebrauchtes Exemplar erhalten zu haben. Das Cover weist an Ecken und Rändern bereits zahlreiche leichte Knicke auf. Vor allem aber löst sich an den Rändern an mehreren Stellen bereits die transparente Schutzschicht vom eigentlichen Cover ab. Darüber hinaus wurde beim Binden nicht sorgfältig gearbeitet, das Cover wirde nicht zu 100% gerade aufgebracht. Dies fällt beim Betrachten des Covers nicht sofort auf, wohl aber, wenn man den Buchrücken betrachtet. Hier hat der Schriftzug mit Titel und Autor keinen gleichbleibenden Abstand zur Buchkante. Die Bindung selbst wirkt stabil, hier wird die Zeit zeigen, ob sich Seiten lösen werden oder nicht.

Das Problem mit den Knicken und der sich ablösenden Schutzschicht kenne ich so bereits von den Softcover-Print on Demand-Ausgaben von Lulu, bei amazon ist die Qualität allerdings im Vergleich noch einen Tick schlechter als bei Lulu. Wer also ein Sammlerstück für das Bücherregal sucht, sollte über ein Lulu-Print on Demand-Hardcover nachdenken. Als Arbeitsexemplar ist die amazon-Ausgabe allerdings völlig ausreichend. Und bei einem Preis von € 4,50 kann man nun wirklich keine bibliophile Ausgabe mit Goldschnitt erwarten.

The Basic Fantasy Role-Playing Game is a rules-light game system based on the d20 SRD v3.5, but heavily rewritten with inspiration from early RPG game systems. It is suitable for those who are fans of "old-school" game mechanics, and it's simple enough for children in perhaps second or third grade to play, yet still having enough depth for adults as well. This is the revised 2nd Edition of the Basic Fantasy RPG Core Rules.
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Donnerstag, 21. Februar 2013

Basic Fantasy: Jetzt auch Abenteuer bei amazon.de


Nach dem Basic Fantasy Role-Playing Game Grundregelwerk (€ 4,50 für 160 Seiten) gibt es bei amazon.de jetzt auch zwei Basic Fantasy-Abenteuerbände. "Morgansfort - The Western Lands Campaign" umfasst 72 Seiten, "Fortress, Tomb and Tower - The Glain Campaign" ist 62 Seiten stark. Beide Bände kosten jeweils € 3,54.


Morgansfort: The Western Lands Campaign is a campaign module (a group of connected adventures) for the Basic Fantasy Role-Playing Game. This module is intended for 2 to 8 beginning (1st level) player characters, and furthermore is suitable for beginning players as well. This campaign module includes: The Western Lands: A briefly sketched campaign area; Morgansfort: A detailed "home base" for an adventuring party; The Old Island Fortress: A two level dungeon suitable for beginning adventurers; The Nameless Dungeon: A tough three level dungeon; and The Cave of the Unknown: A dungeon controlled by an evil magic-user.
Fortress, Tomb, and Tower: The Glain Campaign is a multi-module for use with the Basic Fantasy Role-Playing Game. This module includes adventures for low to mid level player characters. The book includes: Fortress of the Iron Duke, an adventure in a castle which has been taken over by an evil force; Tomb of Karsma Megalos, an expedition to the last resting place of a great barbarian chieftain; and Crooked Rock Tower, an adventure which sees unlikely allies raiding an old wizard's tower.
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Mittwoch, 20. Februar 2013

Basic Fantasy RPG für € 4,50 bei amazon.de


Wie ich soeben auf dem Blog Mad-Kyndalanth entdeckt habe, ist der Old School-Retroklon Basic Fantasy Roleplaying Game jetzt in gedruckter Fassung bei amazon.de erhältlich. Das 160 seitige Softcover gibt es für günstige € 4,50. Wer da nicht zuschlägt, ist selber schuld.

The Basic Fantasy Role-Playing Game is a rules-light game system based on the d20 SRD v3.5, but heavily rewritten with inspiration from early RPG game systems. It is suitable for those who are fans of "old-school" game mechanics, and it's simple enough for children in perhaps second or third grade to play, yet still having enough depth for adults as well. This is the revised 2nd Edition of the Basic Fantasy RPG Core Rules.

Links:
Basic Fantasy Role Playing Game bei amazon.de
Basic Fantasy Role Playing Game Homepage
Basic Fantasy Role Playing Game Gratis-PDF-Download
Artikel "Basic Fantasy RPG Softcover bei amazon" auf Mad-Kyndalanth

Dienstag, 19. Februar 2013

Die White Box kehrt zurück


Wizards of the Coast setzt die Wiederveröffentlichung von Deluxe Versionen alter Editionen fort. Im November erscheint eine Deluxe-Ausgabe der Dungeons & Dragons White Box von 1974 nebst einigen Supplements. Leider auch zum Deluxe-Preis. Mich würde interssieren, ob die namentlichen Anlehnungen an Tolkien, die in späteren Versionen der White Box aus rechtlichen Gründen getilgt wurde (z.B. die Ersetzung von Hobbits durch Halflings) in der Wiederveröffentlichung drin sein werden oder nicht (ich vermute letzteres).


A premium, deluxe edition of the Original D&D "White Box"! 
The original Dungeons & Dragons boxed set was published by TSR, Inc. in 1974 and was the very first roleplaying game, introducing concepts that have persisted throughout later editions. It included three small rules booklets in a white box. 
This deluxe, premium reprint of the original "White Box" features new packaging and includes the following seven booklets:
  • Volume 1: Men & Magic
  • Volume 2: Monsters & Treasure
  • Volume 3: Underworld & Wilderness Adventures
  • Supplement I: Greyhawk
  • Supplement II: Blackmoor
  • Supplement III: Eldritch Wizardry
  • Supplement IV: Gods, Demi-Gods & Heroes
Each booklet features new cover art but is otherwise a faithful reproduction of the original, including original interior art. 

Item Code: 45390000 
Release Date: November 19, 2013 
Format: D&D Boxed Game 
Price: $149.99; C$172.00 
ISBN: 978-0-7869-6465-9 
Links:
Produktseite bei Wizards of the Coast 

Freitag, 15. Februar 2013

OSRIC Pocket SRD


Usherwood Publishing hat ein kostenloses SRD für OSRIC veröffentlicht. Die 408 seitige PDF berücksichtigt alle Errata zu OSRIC bis Januar 2013. 

This book represents a compilation of rules for old school-style fantasy roleplay gaming, and is intended to reproduce the underlying rules used in the late 1970s to early 1980s. A complete game manual in itself, this source reference document (SRD) includes everything the game master and player alike require for beginning to advanced level play. This compact A5 trim of the OSRIC SRD is available exclusively through James D. Kramer contains the OSRIC rules, complete with indexes. Includes all Knights-n-Knaves.com errata through January 2013, and updated magic item tables.

Links:

Donnerstag, 14. Februar 2013

Jim Raggi: Let me be your Valentine!


Jim Raggi gibt zum Valentinstag einen satten Rabatt auf die PDF zu Death Love Doom. Nur heute bei DriveThruRPG für $ 0,99 statt $ 4,61. 


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Mittwoch, 6. Februar 2013

D&D Expert Set Rulebook jetzt bei DnDClassics


Zum Start des neuen WotC-PDF-Shops DnDClassics.com war für das gute alte BECMI-D&D nur das Basic Set Rulebook aus der roten Box verfügbar. Bei dem neuen Schwung an D&DDownloads aller Editionen ist jetzt auch das Expert Set Rulebook (blaue Box) dabei.


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